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Vergütungsstahlguss

Als Vergütungsstahlguss werden niedriglegierte Sorten bezeichnet, die neben Kohlenstoff noch weitere Legierungselemente wie Chrom, Molybdän, Nickel und Vanadium enthalten. Die Zugabe der Legierungselemente fördert die Durchhärtbarkeit bei größeren Wanddicken, verbessert die mechanischen Eigenschaften und die Anlassbeständigkeit der Werkstoffe.

Vergütungsstähle werden nach dem Gießen in einer zweistufigen Wärmebehandlung vergütet, d.h. zunächst durch Abschrecken in Wasser, Öl oder Luft gehärtet und anschließend angelassen, wodurch die Zähigkeit des Werkstoffes deutlich ansteigt. Damit ist eine anwendungsgerechte Einstellung der mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes möglich.

 

Vergütungsstahlguss wird heute in der Norm DIN EN 10293 "Stahlguss für allgemeine Anwendungen" beschrieben. Die Norm DIN EN 10213 "Technische Lieferbedingungen für Stahlguss für Druckbehälter" enthält weitere Sorten, die für den Einsatz in druckbeanspruchten Bauteilen zugelassen sind. Das Stahl-Eisen-Werkstoffblatt SEW 520 "Hochfester Stahlguss mit guter Schweißeignung" enthält weitere Vergütungsstähle für höchste Festigkeitsanforderungen.

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Deichsel aus hochfestem Vergütungsstahlguss