Vergütungsstahlguss

Deichsel aus hochfestem Vergütungsstahlguss



Als Vergütungsstahlguss werden niedriglegierte Sorten bezeichnet, die neben Kohlenstoff noch weitere Legierungselemente wie Chrom, Molybdän, Nickel und Vanadium enthalten. Die Zugabe der Legierungselemente fördert die Durchhärtbarkeit bei größeren Wanddicken, verbessert die mechanischen Eigenschaften und die Anlassbeständigkeit der Werkstoffe.

Vergütungsstähle werden nach dem Gießen in einer zweistufigen Wärmebehandlung vergütet, d.h. zunächst durch Abschrecken in Wasser, Öl oder Luft gehärtet und anschließend angelassen. Beim Anlassen zwischen 300 und 600 °C wird die nach dem Härten erzielte hohe Festigkeit gezielt etwas abgebaut, wodurch die Zähigkeit des Werkstoffes deutlich ansteigt. Damit ist eine anwendungsgerechte Einstellung der mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes möglich.

Vergütungsstahlguss wird heute in der Norm DIN EN 10293 "Stahlguss für allgemeine Anwendungen" beschrieben. Die Norm DIN EN 10213 "Technische Lieferbedingungen für Stahlguss für Druckbehälter" enthält weitere Sorten, die für den Einsatz in druckbeanspruchten Bauteilen zugelassen sind. Das Stahl-Eisen-Werkstoffblatt SEW 520 "Hochfester Stahlguss mit guter Schweißeignung" enthält weitere Vergütungsstähle für höchste Festigkeitsanforderungen.

Vergütungsstahlguss für Verschleißbeanspruchungen
Je nach Art des Verschleißes und der zusätzlichen mechanischen und thermischen Beanspruchung auf das Bauteil kommen hochfeste Vergütungsstähle zum Einsatz.

Vergütungsstahlguss für hohe Temperaturen
Zu den Vergütungsstählen gehören die warmfesten Werkstoffgruppen. Warmfester Stahlguss eignet sich für dauerhafte Einsatztemperaturen über 400 bis ca. 600 °C. Kennzeichnend für die warmfesten Sorten ist die hohe Stabilität gegen temperaturbedingtes plastisches Kriechen und Veränderung der Werkstoffeigenschaften.

Die warmfesten Stahlgusssorten finden sich in DIN EN 10213 "Technische Lieferbedingungen für Stahlguss für Druckbehälter". Dort sind auch Informationen zur Festigkeit bei erhöhten Temperaturen und Zeitstandsfestigkeiten angegeben.

Vergütungsstahlguss für tiefe Temperaturen
Für den Einsatz bei tiefen Temperaturen gibt es die Gruppe der kaltzähen Stahlgusssorten. Entscheidend für diese Werkstoffe sind gute Zähigkeitseigenschaften bei Temperaturen unterhalb - 10 °C. Einsatzgebiete sind die Kältetechnik und Bereiche wie die Verkehrstechnik oder die Rohstoffgewinnung, wo Anlagen und Bauteile bei tiefen Temperaturen hohen Belastungen ausgesetzt sind.

Die Norm DIN EN 10213-3 "Technische Lieferbedingungen für Stahlguss für Druckbehälterbau" -Teil 3 "Stahlsorten für die Verwendung bei tiefen Temperaturen" enthält geeignete Stahlsorten für unterschiedliche Temperaturbereiche.






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